Zurück zu Dokumente  Mumia Solidaritäts Index MSI [de]   25.07.2001 
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  Dringend entlastender Zeuge wird von Bundesrichter abgelehnt !
Schüler Aktiv für Mumia Hamburg zur Ablehnung des Hearing von Arnold Beverly vor Richter Yohn
 
 

Der zuständige Bundesrichter William Yohn Jr. hat im Fall Mumia Abu-Jamal die Aussage eines entscheidenden Zeugen abgelehnt! Es handelt sich um Arnold Beverly, der aussagt, er und eine zweite Person seien beauftragt worden den Polizisten D. Faulkner zu beseitigen. Faulkner sei für korrupte Polizeibeamte und Drahtzieher des örtlichen Drogenhandels, Geldspielen und Prostitution mit seinen gründlichen Kontrollen zu gefährlich geworden.

Mumia wurde 1982 wegen des Mordes an Daniel Faulkner zum Tode verurteilt und befindet sich seitdem im Todestrakt. Wie schwerwiegend ist eine Aussage, die einen Todeskandidaten sofort vollständig entlasten würde !

Der Richter begründet seine Entscheidung damit, daß Mumia seit Juni 99 von diesem Zeugen gewußt hätte und somit die Aussage nicht rechtzeitig eingereicht hat. Vor dem Hintergrund, daß Mumias altes Anwaltsteam (Mumia hat Anfang dieses Jahres seine Anwälte gewechselt) einer komplett anderen Strategie gefolgt ist und wahrscheinlich diese Aussage zu einem späteren, ihnen angemessen erscheinenden Zeitpunkt vorgelegt hätte, ist
die Begründung des Richters mehr als fragwürdig!

Seit fast 2 Jahren prüft dieser Richter nun Mumias Fall, um festzustellen, ob sein damaliger Prozess unfair gewesen ist und ihm ein neues Verfahren zustünde.

Wie kann die Ausage eines entscheidenden Zeuge bei einem Todesurteil verweigert werden? Mumia Abu-Jamal steht mehr als jeder Andere zum Tode Verurteilte im Focus der Öffentlichkeit. Die rassistische und menschenverachtende Willkür der us-amerikanischen Justiz in seinem Fall setzt den Maßstab für Tausende, die durch die bloße Verweigerung eines entlastenden Zeugen einfach zum Tode verurteilt bzw. hingerichtet werden können.

Wir fordern Euch auf, dem amerikanischen Generalkonsulat Euren Unmut darüber telefonisch oder per Fax mitzuteilen! Die Aktion soll ab jetzt bis c.a. Ihr bis c.a. 10. August laufen, danach sind weitere Neuentwicklungen zu erwarten.

Wie wir regelmäßig von Mumia AktivistInnen aus den USA erfahren, sind Anrufe und Faxe beim Konsulat keineswegs umsonst, all das wird in Washington gemeldet. Beteiligt Euch Alle!

Amerikanischs Generalkonsulat Hamburg
Alsterufer 27
20354 Hamburg
Tel. 040/ 411711
Fax:040/417665

Amerikanische Botschaft Berlin
Neustädtische Kirchstraße 4
10117 Berlin
Tel. 030/ 2385174
Fax: 030/2386290

Hier ein Textvorschlag für das Fax:

Ich protestiere gegen die Entscheidung des Bundesrichters William Yohn Jr. in Pennsylvania, den Zeugen Arnold Beverly im Falle Mumia Abu.Jamal abzulehnen. Dieser Zeuge entlastet den Angeklagten komplett und eine Zulassung seiner Aussage vor dem Bundesgericht könnte die sofortige Freilassung Mumia Abu-Jamals zur Folge haben.
Die Begründung des Richters, die Aussage sei zu spät eingereicht worden, erscheint mir angesichts eines Todesurteils als menschenverachtend und unter keinen Umständen hinzunehmen.

FREE MUMIA!

 
Weiterführende Links:
Richter Yohn lehnt Befragung von Beverly ab
Rückschlag im Kampf um die Wiederaufnahme des Verfahrens (24.07.2001)
Eidesstattliche Erklärung von Arnold R. Beverly
8. Juni 1999 (18.05.2001)

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